Archiv der Kategorie ‘CogSci‘

een semester in Utrecht

Dienstag, den 22. Juli 2008

Noch ist ja ein wenig Zeit, aber da Organisation nie eine große Stärke von mir war (im Gegensatz zur Improvisation) habe ich mich nun schon reichlich früh dazu durchringen können mein Travelblog online zu stellen. Während meines Auslandssemesters in Utrecht werdet ihr dann auf http://abroad.thecreativemind.de Stories und Photos zum Studentenleben in Utrecht finden. Hier wird dann vermutlich noch weniger los sein als sonst ;) .

CogSci Section online

Mittwoch, den 23. April 2008

So die CogSci Sektion ist fast fertig, ein Artikel ist bereits online, wird jedoch noch etwas erweitert werden. Und noch was Ganz wichtiges für alle die sich selbst mal ein Bild von diesem Studiengang machen wollen.

Dieses Jahr findet ein offizielles Cognitive Science Schnupperstudium statt. Weitere Informationen und Links zur Anmeldung findet ihr ebenfalls dort.

Zwei Extreme

Samstag, den 12. April 2008

Es ist jedes Jahr das Selbe. Ihr kennt dieses Problem auch, da bin ich mir sicher. Geburtstage und die große Frage “Was wird verschenkt?”. Hilfreich ist es natürlich wenn der zu Beschenken selbst ein paar Vorschläge äußert, was er sich letztendlich wünscht, aber dies ist unglücklicherweise nicht immer der Fall. Wie sich so was äußern kann ist mir innerhalb der letzten Woche an zwei Extrembeispielen vor Augen geführt worden.

Da wäre zum einem Typ A, der sich nicht nur auf einen einzigen Vorschlag festlegt, sondern diesen auch noch so detailliert ausarbeitet, dass es 1. Ausgeschlossen ist ihn nicht zu erfüllen und 2. Fast unmöglich ist ihn zu erfüllen (An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Andreas für die arbeitsreichsten Semesterferien seit Studienbeginn ;) ).

Zum anderen wäre da noch der Typ B, der eigentlich wunschlos glücklich ist und aus diesem Grund es auch nicht für nötig hält mehr als ein “Keine Ahnung, überrascht mich einfach!” zu der obigen Fragestellung zu äußern, womit sich für ihn das Ganze dann auch erledigt hat.

In beiden Fällen äußert sich das ganze in einer heftigen Reaktion seitens der Schenkenden. Ich kann nicht wirklich sagen was ich stressiger fand. An etwas zu arbeiten und zu wissen das es immer noch nicht dem Idealbild entspricht, weiterzupfeilen bis die Zeit nicht mehr ausreicht oder stundenlang zu Telefonieren, tagelang durchs Web und diverse Geschäfte zu hetzen,  weil man immer noch nicht das passende gefunden hat.

Und noch eine Bitte an die nächsten Geburtstagskinder da draußen. Könnt ihr nicht irgendwie einen Mittelweg finden? Das sollte doch zu schaffen sein. Es ist schließlich mitten im Semester und die Arbeit erledigt sich schließlich nicht von allein.

Hochzeitsglocken

Samstag, den 1. März 2008

Der Abend des St. Tibs Day des Jahres 3174. Im Haus der heiligen Nummer kam es an diesem Tag zu einer ganz besonderen Zusammenkunft. Anhänger Pastafarias und Diskordias fanden zusammen um zwei liebe Mitmenschen und gute Freunde in den heiligen Stand der Ehe zu begleiten.

Das war zumindest der Plan. Da alleine schon die Tatsache ausreicht dass diese Hochzeit im Angesicht zweier so außergewöhnlichen Gottheiten stattfindet, ist es nunmehr nicht verwunderlich, dass auch diese Hochzeit alles andere als gewöhnlich war. Wo sonst werden schon Eheringe auf einem Bett aus Spaghetti dargereicht ;) . Nachdem sich die versammelte Gesellschaft einstimmig für eine Hochzeit der beiden ausgesprochen und das Brautpaar die traditionelle Frage (“Willst du … *Murmel*”) mit einem Ja beantwortet hatte wurde das Paar auch schon mit Glückwünschen und Geschenken überhäuft. Von unserer Seite gab es eine 5-stöckige Hochzeitstorte made of Klopapier, welche in einer haarsträubenden Nacht und Nebel Aktion zusammengezimmert wurde, die ihrerseits Unmengen unschuldiger Luftballons das Leben gekostet und einige Coxis wohl für den Rest ihres Leben geschädigt hat. Doch die Opfer haben sich gelohnt, denn selbst die widrigen Osnabrücker Wetterverhältnisse konnten der Torte nichts anhaben (Nur zur Sicherheit haben wir sie dann doch nebst Tortenträger in Abdeckfolie eingewickelt ;) ).

Den übrigen Abend füllte ein buntes Programm traditioneller Hochzeitsbräuche. Beispielsweise das Wodka oder Wasser Spiel, um den dominanteren der beiden Partner zu ermitteln. Zwei Gläser, beide gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit. Braut und Bräutigam greifen unwissend nach den Gläser und der- oder diejenige der/die das Glas mit Wodka erwischt wird die dominantere Rolle in der Beziehung einnehmen. Den Beweis das selbst eine 50% Chance zu wenig ist, erbrachte in diesem Fall der Bräutigam, welcher angewidert das Gesicht verzog.

Auch das berühmte Schuhspiel erlebte seinen Einzug. Das Brautpaar musste Rücken an Rücken lediglich durch heben des eigenen Schuhs oder den des Partners fragen beantworten, die ihnen von der Hochzeitsgesellschaft gestellt wurden. Ein Spiel, das insbesondere bei den Gästen für große Heiterkeit sorgte.

“Wer von euch hat den komischsten Klamottengeschmack? … [lange pause] … Kathah du musst dich entscheiden. ” “Ja, … Ich habe wohl nen komischen Geschmack, aber Thorben hat gar keinen…”

Wie heißt es doch so schön: Was sich liebt das neckt sich. An dieser Stelle nochmal alles Liebe und viel Glück euch beiden!

Hail Eris!

Lieb gewonnene Traditionen …

Samstag, den 1. Dezember 2007

… müssen gepflegt werden. Aus diesem Grund haben wir uns weder von unserem rationalen Gewissen, noch diverser Influenza-Bakterien, davon abschrecken lassen unsere Coxiweihnachtsplätzchenbacktradition auch in diesem Jahr fortzuführen. Am Freitagabend brach dann unsere, durch die oben genannten Gründe jedoch um ein drittel dezimierte Truppe, Richtung weihnachtlicher Backstube auf.

Nach einer kurzen jedoch recht erfrischenden Fahrt (“Die Scheiben sind beschlagen, ich mach mal das Fenster auf, die Lüftung anzustellen wäre zu einfach”), erreichten wir dann unsere für dieses Jahr auserkorene Destination, wo wir sogleich herzlichst von unserem Gastgeber begrüßt und in die Backstube(Keller) verfrachtet wurden. Dort erwartete uns dann auch die erste von vielen schier unlösbare Aufgabe: Die Wahl des richtigen Stärkungsmittels(Pizza) um den Bäckerinnen und Bäcker auch genügen Kraftreserven für eine wirklich sehr lange Nacht zur Verfügung zu stellen. Kaum war das erledigt folgte auch schon die zweite Aufgabe:

Man teile eine Begrenzte Menge an Backzutaten auf, so dass bei minimalem Verlust eine maximal Anzahl an Plätzchen entsteht.

Während der eine Teil der Truppe sich begeistert darauf stürzte, machte sich der andere Teil auf die zuvor bestellten Pizzen abzuholen. Beide Herausforderungen wurden mit Bravour gemeistert. Und so konnte wir, die ersten Früchte unserer Arbeit im Kühlschrank wissend, unseren wohlverdienten Imbiss zu uns nehmen.

Weiter ging es, frisch gestärkt und dank Rolf Zuckowskis musikalischem Beistand, motiviert wenigstens in diesem Jahr das Vermächtnis der Blechkonstante zu erfüllen, das da lautet:

Und wenn ihr zusammen findet in der CoxmasZeit, um zu backen himmlische Leckereien, so soll die Anzahl eurer Bleche 17 betragen. Nicht mehr und nicht weniger. 17 allein soll die Anzahl ihrer sein, die ihr backt und die Anzahl, die ihr backt soll 17 und nur 17 sein. Weder soll ihre Anzahl 18 betragen, noch soll sie 16 sein, es sei denn ihr fort fahret zu backen bis ihrer Anzahl 17! Die 19 scheidet völlig aus! Wenn dann ihre Anzahl 17 beträgt, welche die siebzehnte Nummer von vorn ist, dann teilet diese unter euren Freunden.

Dass es in schwierigen Situationen durchaus angebracht ist seinen Kopf zu benutzen, dürfte ziemlich offensichtlich sein, dass man das ganze jedoch nicht zu wörtlich nehmen sollte – insbesondere wenn es um das Aufschlagen von Eier geht – eigentlich auch. Das Ergebnis dieser Aktion: Eidotter, wo er eigentlich nicht sein sollte und Coxis die sich vor Lachen nicht mehr einkriegen konnten.

Als dann gegen Mitternacht die ersten Leckereien in den Ofen wandern konnten, fand sich auch endlich die Möglichkeit das bereitwillig zur Verfügung gestellte Keyboard zu nutzen und in gemütlicher Runde die ersten Weihnachtslieder anzustimmen. Die Trompete allerdings blieb, aus Rücksicht auf die bereits schlafenden Großeltern, in ihrem Koffer verstaut. Und als hätten die Lieder alleine nicht schon gereicht um lang verschollene Kindheitserinnerungen zu wecken, gab unser Gastgeber noch eine wahnsinnig trashige “Blues Clues” Vertonung zum besten.

Als der Morgen schon graute und die letzten Plätzchen aus dem Ofen wanderten, konnten auch wir uns auf den Heimweg machen. Schwer bepackt, müde, doch von weihnachtlicher Stimmung erfüllt traten wir ihn an.

Euch allen eine frohe Weihnacht.