Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Time of EVE

Mittwoch, den 17. Februar 2010

Time of EVE ist eine aus 6 Webisode bestehende Anime Serie des Regisseurs Yasuhiro Yoshiura. Sie spielt in nicht allzu ferner Zukunft. Roboter gehören dort schon seit Jahren zu alltäglichen Erscheinungen und vermehrt werden auch Androiden, also Roboter die sich rein äußerlich nicht von Menschen unterscheiden lassen, eingesetzt. Um sie jedoch deutlich erkennbar zu machen sind jene gezwungen einen holographischen Ring über den Kopf zu tragen. Die Verbreitung und Nutzung solcher Androiden ist weitgehend akzeptiert, doch nicht alle Menschen stehen dieser Entwicklung offen gegenüber. Einige sogar feindlich. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Solche, die die Androiden nicht als seelenlose Arbeitstiere missbrauchen, sondern sie wie Menschen behandeln.

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Zu diesen, auch als Android-holics genannten, Menschen zählt auch Rikuo, ein High-School Schüler, der während einer Routineüberprüfung seiner Haushaltsandroidin Sammy auf eine merkwürdige Nachricht stößt: “Are you enjoying the time of EVE?” Weitere Recherchen offenbaren, das Sammy zwar die ihr aufgetragenen Aufgaben erledigt, darüber hinaus jedoch noch ein eigenes Leben entwickelt hat und sich abseits ihrer regulären Wege herumtreibt. Zusammen mit seinem Freund Masaki folgen sie Sammys Spur und entdecken schließlich ein geheimnisvolles Cafe. Die einzige Hausregel in diesem Cafe: Menschen und Roboter werden gleichwertig behandelt, ohne Ausnahme. Androiden können sich dort völlig frei ohne den holographischen Ring unter Menschen bewegen. Was unterscheidet sie dann überhaupt noch von den Menschen?

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Yasuhiro Yoshiura hat mit diesem Anime nicht nur eine optisch sehr ansprechendes Werk abgeliefert. Rund um die Asimov’schen Gesetze hat er auch ein äußerst interessantes Gedankenexperiment geschaffen, das viele philosophische Fragen aufnimmt und dabei noch viele weitere aufwirft. Was wäre wenn…

Falls ihr euch selbst einmal davon überzeugen wollt schaut es euch einfach mal an. Auf Crunchyroll stehen sämtliche Episoden kostenlos und völlig legal zum streamen bereit.  Vorraussichtlich am 6. März 2010 werden alle 6 Episoden auch als Kinofilm mit zusätzlichen neuen Szenen in Japan anlaufen.

The 12-hour clock Problem

Donnerstag, den 15. Oktober 2009

Dies ist ein Problem auf das ich während meiner Tätigkeit als Tutor des häufigeren Treffe. Da wir als internationaler Studiengang in den auf Englisch gehaltenen Vorlesungen natürlich auch Englische Zeitangaben verwenden stehe ich bei der Bezeichnung von Timeslots um die Mittagszeit immer wieder vor dem selben Problem … 12 Uhr Mittags ist das nun 12 a.m. oder 12 p.m. ??? … Ähm keine Ahnung. Was sagt denn Wikipedia dazu?

Two separate official style documents of the United States government disagree on the correct usage. The 30th edition of the U.S. Government Style Manual (2008) sections 9.54 and 12.9b recommends the use of “12:00 a.m.” for midnight and “12:00 p.m.” for noon.[11] The 29th edition of the U.S. Government Printing Office Style Manual section 12.9 from 2000 recommends the opposite: the use of “12 p.m.” for midnight and “12 a.m.” (formerly “12 m.”) for noon.[12]. Konvention dagegen sei: noon [...] “12:00 p.m.” and midnight “12:00 a.m.

Also Alles klar, oder etwa nicht? Bevor ich jedoch einen Flug in die USA buchen werde ich auf jeden Fall nochmal genau hinschauen, denn trotz dieser allgemeinen Kovention gibt es immer noch einige Fluglinien, die ihre eigenen Systeme nutzen.

Herbstzeit

Sonntag, den 4. Oktober 2009

Noch immer steht er dort am selben Platz, die Arme weit in den Himmel gereckt. Ein ganzes Jahr strotzte er den Naturgewalten, hielt seine Kinder bei jedem Wind und Wetter zusammen.

Doch diese Zeiten sind nun mehr vorbei. Seine Kinder sind älter geworden … reifer. Schon längst nicht mehr hüllen sie sich in das frische Grün, dass sie einst trugen. Er hat sie beschützt und genährt mit allem was sie brauchten, doch auch er ist älter geworden und kann ihnen nun nichts mehr bieten. Sie haben bereits alles was er ihnen geben konnte.

Langsam, jedoch stetig, Stück für Stück verlassen sie ihn. Manche lassen sich einfach fallen, andere wiederum lassen sich vom Wind tragen. Hinaus in ferne Länder die noch nie jemand vor ihnen sah. Was wohl aus ihnen wird?


burning tree by *Floriandra on deviantART

Eines weiß er jedoch mit Sicherheit. Ein neuer Frühling wird kommen und mit ihm werden auch neue Kinder zu ihm finden. Und wer weiß… Vielleicht wird auch eines seiner älteren Kinder zu ihm zurückkehren und in seinem Schatten Wurzeln schlagen.

Der Osterhase kommt aus der Schweiz

Montag, den 13. April 2009
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Nach einer Reise von knapp 600km hat dieser XXL-Goldhase ein neues Zuhause gefunden.

Frohe Ostern von TheCreativeMind

Und da trudelt die Kugel

Donnerstag, den 26. Juni 2008

Mittwochabend kurz vor Anpfiff und der Fernseher läuft… zumindest am Anfang noch. Den Herrn K. konnten wir noch sehen, doch dem Fernseher war das anscheinend schon zu viel, denn kurz darauf versagte er gänzlich den Dienst.

Was tun? Während die Mehrheit der Anwesenden sich gänzlich unberührt weiterhin den kulinarischen Genüssen der italienischen Hochkultur (Pizza) zuwendet, versucht der Rest lethargischer Gelassenheit noch einen Livestream aus dem Netz zu ergattern. Und schafft es noch pünktlich zum Anpfiff die Verbindung aufzubauen. Der gemütliche Teil des Abends konnte kommen. Die Zuschauerschaft lehnt sich entspannt zurück und verfolgt aufmerksam die leicht unscharfen Geschehnisse auf dem grünen Rasen, während sie die Reste ihre mittlerweile kalt gewordenen Pizza verspeist. Doch es kam alles ganz anders. Nach ausgiebiger Examinierung eines bereits abgelaufenen Fruchtzwerges, welcher dazu führte, dass Toby das erste Tor erst nach dem Ausgleich realisierte, folgte kurz darauf das totale Desaster. Den ersten kurzen Aussetzern folgten bald schon diashowartige Passagen, die schließlich in völliger Bildstarre und Stille gipfelten.

Um Schadensbegrenzung zu betreiben und um noch wenigstens ein paar der brisanten Spielphasen zu erhaschen, verlegten wir während der Halbzeitpause kurzerhand unsere Fußballrunde an eine neue Location. Fortan verfolgten wir auf einer gigantischen 15Zoll Kinoleinwand in nie dargewesener Bildschärfe die zweite Halbzeit. Doch unser Glück währte nicht lange. Kaum hatte wir unsere Plätze auf der Couch eingenommen, ergraute der Fernseher schlagartig, was mit einem kollektiven “Och nö” seitens der Nachbarschaft quittiert wurde. Kurze Zeit später erkannten wir auch den totalen Ausfall von Bild und Ton. Not macht bekanntlich erfinderisch und so wurde flugs das Radio angeschmissen und ein kompetenter Kommentator gesucht. Wir fanden derer vier und entschieden uns letztendlich für den, von Toby favorisierten, Herrn auf Frequenz 103,05Mhz, welcher uns von nun an das Spiel begleiten sollte und uns auch über die folgenden Ausfälle hinaus über die Geschehnisse auf dem Spielfeld informierte. Natürlich immer 4 Sekunden im Voraus und mit leidenschaftlichen Kommentaren, die uns immerzu ein Lächeln aufs Gesicht zauberten, auch wenn es zwischenzeitlich mal nicht ganz so gut aussah. So wussten wir natürlich auch schon vor sämtlichen Nachbarn, dass Deutschland mit 3:2 als Sieger aus dem Spiel hervorgehen würde.

Ist es denn die Possibility – Deutschland ist im Finale.

CogSci Section online

Mittwoch, den 23. April 2008

So die CogSci Sektion ist fast fertig, ein Artikel ist bereits online, wird jedoch noch etwas erweitert werden. Und noch was Ganz wichtiges für alle die sich selbst mal ein Bild von diesem Studiengang machen wollen.

Dieses Jahr findet ein offizielles Cognitive Science Schnupperstudium statt. Weitere Informationen und Links zur Anmeldung findet ihr ebenfalls dort.

Zwei Extreme

Samstag, den 12. April 2008

Es ist jedes Jahr das Selbe. Ihr kennt dieses Problem auch, da bin ich mir sicher. Geburtstage und die große Frage “Was wird verschenkt?”. Hilfreich ist es natürlich wenn der zu Beschenken selbst ein paar Vorschläge äußert, was er sich letztendlich wünscht, aber dies ist unglücklicherweise nicht immer der Fall. Wie sich so was äußern kann ist mir innerhalb der letzten Woche an zwei Extrembeispielen vor Augen geführt worden.

Da wäre zum einem Typ A, der sich nicht nur auf einen einzigen Vorschlag festlegt, sondern diesen auch noch so detailliert ausarbeitet, dass es 1. Ausgeschlossen ist ihn nicht zu erfüllen und 2. Fast unmöglich ist ihn zu erfüllen (An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Andreas für die arbeitsreichsten Semesterferien seit Studienbeginn ;) ).

Zum anderen wäre da noch der Typ B, der eigentlich wunschlos glücklich ist und aus diesem Grund es auch nicht für nötig hält mehr als ein “Keine Ahnung, überrascht mich einfach!” zu der obigen Fragestellung zu äußern, womit sich für ihn das Ganze dann auch erledigt hat.

In beiden Fällen äußert sich das ganze in einer heftigen Reaktion seitens der Schenkenden. Ich kann nicht wirklich sagen was ich stressiger fand. An etwas zu arbeiten und zu wissen das es immer noch nicht dem Idealbild entspricht, weiterzupfeilen bis die Zeit nicht mehr ausreicht oder stundenlang zu Telefonieren, tagelang durchs Web und diverse Geschäfte zu hetzen,  weil man immer noch nicht das passende gefunden hat.

Und noch eine Bitte an die nächsten Geburtstagskinder da draußen. Könnt ihr nicht irgendwie einen Mittelweg finden? Das sollte doch zu schaffen sein. Es ist schließlich mitten im Semester und die Arbeit erledigt sich schließlich nicht von allein.

About Me, Myself & I

Mittwoch, den 2. April 2008

Falls ihr schon öfter mal hier auf der Seite ward und euch gefragt habt “Wer ist der Kerl überhaupt?” kann sich jetzt in der About Me Sektion ein paar Antworten einholen.

Frühling lässt sein blaues Band…

Samstag, den 22. März 2008

… wieder flattern durch die Lüfte. Vielen von euch dürften diese Zeilen von Eduard Möricke bekannt sein, doch das was sich zur Zeit dort draußen abspielt ist alles andere als frühlingshaft. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, Sturmböen und Wasser in allen Variationen (aka. Regen, Graupel, Hagel & Schnee). Allerdings schreibe ich nicht diesen Artikel um mich über das Wetter zu beschweren, sondern vielmehr um euch zu berichten was alleine das Wort “Frühlingsanfang” bei manch lieben Mitmenschen ausrichten kann.

Letzte Woche, ich betrete gerade schwer bepackt mal wieder die heimischen Gefilden. Froh darüber der hiesigen Kälte entflohen zu sein und voller Vorfreude auf ein warmes Zimmer greife ich nach dem Türknauf. Doch auf das was mich dahinter erwartet hat war ich in keinster Weise vorbereitet. Schlagartig gefriert mein Atem zu einem metaphorischen Eisnebel und ein freundlich grinsendes Etwas begrüßt mich spöttisch mit den Worten “Na, lässt du dich auch mal wieder blicken?” Zu geschockt auch nur irgendetwas auf diese Frage zu antworten starre ich erstmal nur einen Augenblick lang in die Leere, dann als ich mich allmählich etwas gefasst habe gleitet mein Blick langsam über die beiden weit geöffneten Fenster- zuerst das Eine, dann das Andere – und anschließend aufs Thermometer. Es zeigt 14,7°C. “Wie kannst du das hier drin nur aushalten?” “… Wieso?” “Es sind keine 15°C hier im Zimmer” “Und?” “Meinst du nicht das du mal die Fenster schließen und die Heizung etwas aufdrehen solltest?” “Nee, das ist mir jetzt schon fast zu warm!”

Das es sich hierbei nicht nur um ein einzelnes Ereignis handelt sondern um einen Dauerzustand zeigt auch das nun folgende Ereignis, welches sich vor nicht einmal einer Stunde zugetragen hat.

Selbiger Mitmensch bereitet sich vor das Zimmer zu verlassen. Bekleidet mit einem T-Shirt und einer wirklich sehr leichten Sommerjacke. “Was hast du vor?” “Ich will in den Wald noch ein paar Federn fürs Fliegenbauen suchen.” Entgeistert blicke ich erst ihn an, danach aus dem Fenster und anschließend wieder ihn an. “Jetzt!? In dem Aufzug?” “Ja” Ich blicke erneut aus dem Fenster. Doch mein Verdacht, dass ich das, was ich zuvor bereits gesehen, nur eingebildet habe, bestätigt sich nicht. Noch immer gleiten dicke Flocke sanft dem Erdboden entgegen. “Hast du mal einen Blick aus dem Fenster geworfen? Es schneit.” “Und!? …” Mit diesen Worten verließ er das Zimmer und ich blickte ihm nur noch kopfschüttelnd hinterher.

Memories

Sonntag, den 9. März 2008

Wann habt ihr das letzte mal ein Fotoalbum aufgeschlagen? Kein digitales, sondern ein so ein richtig Echtes zum anfassen? Ich hatte heute dieses besondere Erlebnis. Auf der Suche nach alten Hochzeitsfotos meiner Eltern fiel mir eines in die Hände, welches zwar nicht die gesuchten Fotos enthielt, dafür aber Fotos von mir.

Und kaum hielt ich diese in meinen Händen, riefen sie Erinnerungen in mir wach. Erinnerungen an unser Kaninchen Max, an die Zeit als wir noch einen stattlichen Apfelbaum in unserem Garten stehen hatten, nebst Baumhaus zum herumtollen und an einen Urlaub am großen Meer, als ich gemütlich mit eine Boot über die Kanäle gepaddelt bin, welcher bestimmt schon mehr als 10 Jahre zurückliegen muss. Erinnerungen die ich verdrängt oder einfach nur vergessen hatte und trotzdem kamen mir die Bilder so lebendig vor als wäre es gerade erst gestern gewesen und läge noch nicht eine solch große Zeitspanne zurück.

Wenn ich mir aktuelle (digitale) Bilder von uns ansehe, dann kommen mir die Erinnerungen weitaus weniger lebendig vor. Woran mag das liegen? Einfach nur daran, weil es gerade nicht so lange zurückliegt? Oder liegt es am Medium selbst? In der heutigen Zeit kann man problemlos Hunderte, wenn nicht Tausende Bilder auf einer winzigen Karte speichern und wenn ein Bild nichts geworden ist wird es einfach gelöscht. Ein solches Bild hat einfach nicht mehr den Wert den es Früher hatte, als man mit 36 oder noch weniger Aufnahmen auskommen musste. Das Motiv für so eine Aufnahme wurde sorgfältig ausgewählt. Wenn ich mir überlege bei wie vielen digitalen Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, sorgfältig überlegt habe was ich fotografiert habe und bei welchen ich “einfach nur so” abgedrückt habe, wird mir bewusst wie viel enger das Band zwischen dem Akt des Fotografieren und der Erinnerung selbst gegenüber der heutigen Zeit gewesen ist.

Dies ist ein Gedanke den ich mir das nächste Mal, wenn ich wieder eine Kamera in den Händen halte, erneut ins Gedächtnis rufen werde, damit ich nicht einen Haufen bunter Impressionen, sondern bleibende Erinnerungen davon tragen werde.