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Und da trudelt die Kugel

Donnerstag, den 26. Juni 2008

Mittwochabend kurz vor Anpfiff und der Fernseher läuft… zumindest am Anfang noch. Den Herrn K. konnten wir noch sehen, doch dem Fernseher war das anscheinend schon zu viel, denn kurz darauf versagte er gänzlich den Dienst.

Was tun? Während die Mehrheit der Anwesenden sich gänzlich unberührt weiterhin den kulinarischen Genüssen der italienischen Hochkultur (Pizza) zuwendet, versucht der Rest lethargischer Gelassenheit noch einen Livestream aus dem Netz zu ergattern. Und schafft es noch pünktlich zum Anpfiff die Verbindung aufzubauen. Der gemütliche Teil des Abends konnte kommen. Die Zuschauerschaft lehnt sich entspannt zurück und verfolgt aufmerksam die leicht unscharfen Geschehnisse auf dem grünen Rasen, während sie die Reste ihre mittlerweile kalt gewordenen Pizza verspeist. Doch es kam alles ganz anders. Nach ausgiebiger Examinierung eines bereits abgelaufenen Fruchtzwerges, welcher dazu führte, dass Toby das erste Tor erst nach dem Ausgleich realisierte, folgte kurz darauf das totale Desaster. Den ersten kurzen Aussetzern folgten bald schon diashowartige Passagen, die schließlich in völliger Bildstarre und Stille gipfelten.

Um Schadensbegrenzung zu betreiben und um noch wenigstens ein paar der brisanten Spielphasen zu erhaschen, verlegten wir während der Halbzeitpause kurzerhand unsere Fußballrunde an eine neue Location. Fortan verfolgten wir auf einer gigantischen 15Zoll Kinoleinwand in nie dargewesener Bildschärfe die zweite Halbzeit. Doch unser Glück währte nicht lange. Kaum hatte wir unsere Plätze auf der Couch eingenommen, ergraute der Fernseher schlagartig, was mit einem kollektiven “Och nö” seitens der Nachbarschaft quittiert wurde. Kurze Zeit später erkannten wir auch den totalen Ausfall von Bild und Ton. Not macht bekanntlich erfinderisch und so wurde flugs das Radio angeschmissen und ein kompetenter Kommentator gesucht. Wir fanden derer vier und entschieden uns letztendlich für den, von Toby favorisierten, Herrn auf Frequenz 103,05Mhz, welcher uns von nun an das Spiel begleiten sollte und uns auch über die folgenden Ausfälle hinaus über die Geschehnisse auf dem Spielfeld informierte. Natürlich immer 4 Sekunden im Voraus und mit leidenschaftlichen Kommentaren, die uns immerzu ein Lächeln aufs Gesicht zauberten, auch wenn es zwischenzeitlich mal nicht ganz so gut aussah. So wussten wir natürlich auch schon vor sämtlichen Nachbarn, dass Deutschland mit 3:2 als Sieger aus dem Spiel hervorgehen würde.

Ist es denn die Possibility – Deutschland ist im Finale.

Zwei Extreme

Samstag, den 12. April 2008

Es ist jedes Jahr das Selbe. Ihr kennt dieses Problem auch, da bin ich mir sicher. Geburtstage und die große Frage “Was wird verschenkt?”. Hilfreich ist es natürlich wenn der zu Beschenken selbst ein paar Vorschläge äußert, was er sich letztendlich wünscht, aber dies ist unglücklicherweise nicht immer der Fall. Wie sich so was äußern kann ist mir innerhalb der letzten Woche an zwei Extrembeispielen vor Augen geführt worden.

Da wäre zum einem Typ A, der sich nicht nur auf einen einzigen Vorschlag festlegt, sondern diesen auch noch so detailliert ausarbeitet, dass es 1. Ausgeschlossen ist ihn nicht zu erfüllen und 2. Fast unmöglich ist ihn zu erfüllen (An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Andreas für die arbeitsreichsten Semesterferien seit Studienbeginn ;) ).

Zum anderen wäre da noch der Typ B, der eigentlich wunschlos glücklich ist und aus diesem Grund es auch nicht für nötig hält mehr als ein “Keine Ahnung, überrascht mich einfach!” zu der obigen Fragestellung zu äußern, womit sich für ihn das Ganze dann auch erledigt hat.

In beiden Fällen äußert sich das ganze in einer heftigen Reaktion seitens der Schenkenden. Ich kann nicht wirklich sagen was ich stressiger fand. An etwas zu arbeiten und zu wissen das es immer noch nicht dem Idealbild entspricht, weiterzupfeilen bis die Zeit nicht mehr ausreicht oder stundenlang zu Telefonieren, tagelang durchs Web und diverse Geschäfte zu hetzen,  weil man immer noch nicht das passende gefunden hat.

Und noch eine Bitte an die nächsten Geburtstagskinder da draußen. Könnt ihr nicht irgendwie einen Mittelweg finden? Das sollte doch zu schaffen sein. Es ist schließlich mitten im Semester und die Arbeit erledigt sich schließlich nicht von allein.

Hochzeitsglocken

Samstag, den 1. März 2008

Der Abend des St. Tibs Day des Jahres 3174. Im Haus der heiligen Nummer kam es an diesem Tag zu einer ganz besonderen Zusammenkunft. Anhänger Pastafarias und Diskordias fanden zusammen um zwei liebe Mitmenschen und gute Freunde in den heiligen Stand der Ehe zu begleiten.

Das war zumindest der Plan. Da alleine schon die Tatsache ausreicht dass diese Hochzeit im Angesicht zweier so außergewöhnlichen Gottheiten stattfindet, ist es nunmehr nicht verwunderlich, dass auch diese Hochzeit alles andere als gewöhnlich war. Wo sonst werden schon Eheringe auf einem Bett aus Spaghetti dargereicht ;) . Nachdem sich die versammelte Gesellschaft einstimmig für eine Hochzeit der beiden ausgesprochen und das Brautpaar die traditionelle Frage (“Willst du … *Murmel*”) mit einem Ja beantwortet hatte wurde das Paar auch schon mit Glückwünschen und Geschenken überhäuft. Von unserer Seite gab es eine 5-stöckige Hochzeitstorte made of Klopapier, welche in einer haarsträubenden Nacht und Nebel Aktion zusammengezimmert wurde, die ihrerseits Unmengen unschuldiger Luftballons das Leben gekostet und einige Coxis wohl für den Rest ihres Leben geschädigt hat. Doch die Opfer haben sich gelohnt, denn selbst die widrigen Osnabrücker Wetterverhältnisse konnten der Torte nichts anhaben (Nur zur Sicherheit haben wir sie dann doch nebst Tortenträger in Abdeckfolie eingewickelt ;) ).

Den übrigen Abend füllte ein buntes Programm traditioneller Hochzeitsbräuche. Beispielsweise das Wodka oder Wasser Spiel, um den dominanteren der beiden Partner zu ermitteln. Zwei Gläser, beide gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit. Braut und Bräutigam greifen unwissend nach den Gläser und der- oder diejenige der/die das Glas mit Wodka erwischt wird die dominantere Rolle in der Beziehung einnehmen. Den Beweis das selbst eine 50% Chance zu wenig ist, erbrachte in diesem Fall der Bräutigam, welcher angewidert das Gesicht verzog.

Auch das berühmte Schuhspiel erlebte seinen Einzug. Das Brautpaar musste Rücken an Rücken lediglich durch heben des eigenen Schuhs oder den des Partners fragen beantworten, die ihnen von der Hochzeitsgesellschaft gestellt wurden. Ein Spiel, das insbesondere bei den Gästen für große Heiterkeit sorgte.

“Wer von euch hat den komischsten Klamottengeschmack? … [lange pause] … Kathah du musst dich entscheiden. ” “Ja, … Ich habe wohl nen komischen Geschmack, aber Thorben hat gar keinen…”

Wie heißt es doch so schön: Was sich liebt das neckt sich. An dieser Stelle nochmal alles Liebe und viel Glück euch beiden!

Hail Eris!