Lieb gewonnene Traditionen …
Samstag, den 1. Dezember 2007… müssen gepflegt werden. Aus diesem Grund haben wir uns weder von unserem rationalen Gewissen, noch diverser Influenza-Bakterien, davon abschrecken lassen unsere Coxiweihnachtsplätzchenbacktradition auch in diesem Jahr fortzuführen. Am Freitagabend brach dann unsere, durch die oben genannten Gründe jedoch um ein drittel dezimierte Truppe, Richtung weihnachtlicher Backstube auf.
Nach einer kurzen jedoch recht erfrischenden Fahrt (“Die Scheiben sind beschlagen, ich mach mal das Fenster auf, die Lüftung anzustellen wäre zu einfach”), erreichten wir dann unsere für dieses Jahr auserkorene Destination, wo wir sogleich herzlichst von unserem Gastgeber begrüßt und in die Backstube(Keller) verfrachtet wurden. Dort erwartete uns dann auch die erste von vielen schier unlösbare Aufgabe: Die Wahl des richtigen Stärkungsmittels(Pizza) um den Bäckerinnen und Bäcker auch genügen Kraftreserven für eine wirklich sehr lange Nacht zur Verfügung zu stellen. Kaum war das erledigt folgte auch schon die zweite Aufgabe:
Man teile eine Begrenzte Menge an Backzutaten auf, so dass bei minimalem Verlust eine maximal Anzahl an Plätzchen entsteht.
Während der eine Teil der Truppe sich begeistert darauf stürzte, machte sich der andere Teil auf die zuvor bestellten Pizzen abzuholen. Beide Herausforderungen wurden mit Bravour gemeistert. Und so konnte wir, die ersten Früchte unserer Arbeit im Kühlschrank wissend, unseren wohlverdienten Imbiss zu uns nehmen.
Weiter ging es, frisch gestärkt und dank Rolf Zuckowskis musikalischem Beistand, motiviert wenigstens in diesem Jahr das Vermächtnis der Blechkonstante zu erfüllen, das da lautet:
“Und wenn ihr zusammen findet in der CoxmasZeit, um zu backen himmlische Leckereien, so soll die Anzahl eurer Bleche 17 betragen. Nicht mehr und nicht weniger. 17 allein soll die Anzahl ihrer sein, die ihr backt und die Anzahl, die ihr backt soll 17 und nur 17 sein. Weder soll ihre Anzahl 18 betragen, noch soll sie 16 sein, es sei denn ihr fort fahret zu backen bis ihrer Anzahl 17! Die 19 scheidet völlig aus! Wenn dann ihre Anzahl 17 beträgt, welche die siebzehnte Nummer von vorn ist, dann teilet diese unter euren Freunden.“
Dass es in schwierigen Situationen durchaus angebracht ist seinen Kopf zu benutzen, dürfte ziemlich offensichtlich sein, dass man das ganze jedoch nicht zu wörtlich nehmen sollte – insbesondere wenn es um das Aufschlagen von Eier geht – eigentlich auch. Das Ergebnis dieser Aktion: Eidotter, wo er eigentlich nicht sein sollte und Coxis die sich vor Lachen nicht mehr einkriegen konnten.
Als dann gegen Mitternacht die ersten Leckereien in den Ofen wandern konnten, fand sich auch endlich die Möglichkeit das bereitwillig zur Verfügung gestellte Keyboard zu nutzen und in gemütlicher Runde die ersten Weihnachtslieder anzustimmen. Die Trompete allerdings blieb, aus Rücksicht auf die bereits schlafenden Großeltern, in ihrem Koffer verstaut. Und als hätten die Lieder alleine nicht schon gereicht um lang verschollene Kindheitserinnerungen zu wecken, gab unser Gastgeber noch eine wahnsinnig trashige “Blues Clues” Vertonung zum besten.
Als der Morgen schon graute und die letzten Plätzchen aus dem Ofen wanderten, konnten auch wir uns auf den Heimweg machen. Schwer bepackt, müde, doch von weihnachtlicher Stimmung erfüllt traten wir ihn an.
Euch allen eine frohe Weihnacht.
